1. Systemarchitektur & Kommunikation
Das System folgt der klassischen Drei-Ebenen-Struktur der DIN EN ISO 16484:
- Managementebene: Dezentrale Touch-Panel-PCs in den Schaltschranktüren sowie eine Cloud-Visualisierung zur Fernwartung.
- Automationsebene: DDC-Stationen (Direkte Digitale Steuerung) mit lokaler Programmspeicherung. Kommunikation erfolgt über einen Systembus.
- Feldebene: Sensoren und Aktoren. Die Anbindung der Elektrotechnik erfolgt spezifisch über ein KNX-Gateway.
2. Hardware & Schaltschrankbau (ASP)
Die Anforderungen an die Schaltschränke sind streng definiert, um die Langlebigkeit der Elektronik zu garantieren:
- Temperaturmanagement: Maximale Innentemperatur von 35 °C bei Elektronikkomponenten. Frequenzumformer müssen extern (direkt am Gerät) montiert werden, um die thermische Last im Schrank zu minimieren.
- Reserven: Jeder Schrank muss eine 20 % Reserve (Platz, Klemmen, elektrische Leistung) für zukünftige Erweiterungen vorhalten.
- Sicherheit: Keine Batteriepufferung vorgesehen (kein USV-Betrieb bei Netzausfall). Es gibt jedoch eine physische Hand- und Notbedienebene direkt am Schaltschrank (Umschaltung Automatik/Hand).
3. Software & Funktionalität
Die DDC-Stationen sind "intelligent" und arbeiten autark:
- Regelungsfunktionen: Kaskadenregler und komplexe Verknüpfungen (Verriegelungen).
- Energieoptimierung: Algorithmen für Auskühlschutz, Restwärmenutzung und Laufzeitoptimierung.
- HMI (Human Machine Interface): Vollständige grafische Aufarbeitung aller Datenpunkte. Jeder Aktor ist einzeln über die Visualisierung ansteuerbar.
4. Elektrische Versorgung
- Einspeisung: 400 V AC Hauptversorgung.
- Steuerspannung: 24 V / 230 V AC/DC (getrennt über Trenntrafos/Netzteile).
- Überwachung: Sowohl die Haupteinspeisung als auch die Steuerspannung werden aktiv überwacht.