Verfahrensangaben

Leistungsvertrag Pathologie Analysesystem/Service/Reagenz

VO: VgV Vergabeart: Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung Status: Veröffentlicht

Adressen/Auftraggeber

Auftraggeber

Auftraggeber

Universitätsklinikum Heidelberg
08-A8120-40
Im Neuenheimer Feld 672
69120
Heidelberg
Deutschland
DE125
Geschäftsbereich Konzerneinkauf und Logistikmanagement
vergabestelle.GB3@med.uni-heidelberg.de
+49 6221-560

Angaben zum Auftraggeber

Anstalten des öffentlichen Rechts auf Landesebene
Gesundheit

Gemeinsame Beschaffung

Beschaffungsdienstleister
Weitere Auskünfte
Rechtsbehelfsverfahren / Nachprüfungsverfahren

Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt

Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Vergabekammer Baden-Württemberg
08-A9866-40
beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Durlacher Allee 100
76137
Karlsruhe
Deutschland
DE122
vergabekammer@rpk.bwl.de
+49 721926-8730
+49 721926-3985

Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren

Auftragsgegenstand

Klassifikation des Auftrags
Lieferungen

CPV-Codes

38434000-6
33696500-0
33696200-7
33124110-9
Umfang der Beschaffung

Kurze Beschreibung

Abschluss eines Leistungsvertrages über die Bereitstellung von immunhistochemischen Analysesystemen einschließlich Wartung und Service sowie die Belieferung mit Reagenzien und Verbrauchsmaterialien für die diagnostische Immunhistologie des Pathologischen Instituts des Universitätsklinikums Heidelberg.

Beschreibung der Beschaffung (Art und Umfang der Dienstleistung bzw. Angabe der Bedürfnisse und Anforderungen)

Lieferung und Bereitstellung eines immunhistochemischen Analysesystems einschließlich Wartungs- und Serviceleistungen sowie Belieferung mit Reagenzien, Antikörpern und Verbrauchsmaterialien für die diagnostische Routineversorgung.

Umfang der Auftragsvergabe

EUR

Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des dynamischen Beschaffungssystems

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Erfüllungsort(e)

Erfüllungsort(e)

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Im Neuenheimer Feld 672
69120
Heidelberg
Deutschland
DE125

Weitere Erfüllungsorte

Zuschlagskriterien

Zuschlagskriterien

Bewertung erfolgt über prozentual gewichtete Kriterien

Zuschlagskriterium

Preis
100 % Preis

100 % Preis

Gewichtung
100,00
Weitere Informationen

Angaben zu Mitteln der europäischen Union

Angaben zu Optionen

Zusätzliche Angaben

Verfahren

Verfahrensart

Verfahrensart

Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb

Begründung der Direktvergabe

Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist

Im Pathologischen Institut wird die immunhistochemische Diagnostik auf einer etablierten Systemplattform der Firma Roche Diagnostics Deutschland GmbH durchgeführt. Das vorhandene Gesamtsystem besteht aus den eingesetzten Färbeautomaten, den hierfür validierten Reagenzien, Antikörpern, Nachweissystemen, Verbrauchsmaterialien sowie den zugehörigen Arbeitsabläufen und Qualitätsmanagementprozessen. Sämtliche diagnostischen Untersuchungen und Befundungsprozesse sind auf dieses System abgestimmt und über viele Jahre hinweg fachlich, technisch und qualitätsgesichert validiert worden.

Ein Wechsel zu einem alternativen Hersteller ist aus technischen und medizinisch-fachlichen Gründen nicht möglich bzw. mit unverhältnismäßigen Risiken verbunden. Die verwendeten Antikörper, Reagenzien und Detektionssysteme anderer Hersteller sind nicht ohne Weiteres mit dem bestehenden Gerätesystem kompatibel. Ein Herstellerwechsel würde eine vollständige Neuvalidierung sämtlicher diagnostischer Verfahren erfordern. Hiervon betroffen wären zahlreiche etablierte Färbeprotokolle einschließlich aller für die Routinediagnostik eingesetzten Marker. Die hierfür erforderlichen Validierungsmaßnahmen wären mit erheblichem personellem, zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden.

Darüber hinaus würde ein Systemwechsel die Vergleichbarkeit historischer und zukünftiger Untersuchungsergebnisse beeinträchtigen. Für eine sichere Patientenversorgung ist die reproduzierbare und konsistente Qualität diagnostischer Ergebnisse essenziell. Bereits geringfügige Unterschiede bei Antikörpern, Färbeprotokollen oder Nachweissystemen können zu Abweichungen in der Färbeintensität und damit zu Veränderungen in der diagnostischen Beurteilbarkeit führen. Dies würde zusätzliche Qualitätssicherungsmaßnahmen und umfangreiche Paralleluntersuchungen erforderlich machen.

Zusätzlich sind die Anwenderinnen und Anwender auf die bestehende Roche-Systemumgebung geschult. Die eingeführten Arbeitsabläufe, Geräteeinstellungen, Wartungsprozesse und Qualitätskontrollen sind vollständig in die Labororganisation integriert. Ein Wechsel des Herstellers würde umfangreiche Schulungsmaßnahmen, Anpassungen von Standardarbeitsanweisungen (SOP), Änderungen im Qualitätsmanagementsystem sowie eine längerfristige Übergangsphase erforderlich machen. Dies hätte erhebliche Auswirkungen auf die Betriebsabläufe des Instituts und könnte die kontinuierliche Leistungserbringung in der Routinediagnostik gefährden.

Die technische Alleinstellung ergibt sich somit aus dem Erfordernis, die bereits implementierte und validierte Systemplattform einschließlich der darauf abgestimmten Reagenzien, Antikörper und Serviceleistungen fortzuführen. Ein wirtschaftlich und fachlich vertretbarer Wettbewerb ist gegenwärtig nicht gegeben, da kein anderer Anbieter die notwendige Kompatibilität zu den bestehenden Geräten, den validierten Verfahren sowie den etablierten Qualitäts- und Arbeitsprozessen gewährleisten kann, ohne eine vollständige Neuimplementierung und Revalidierung der diagnostischen Infrastruktur auszulösen.
Aus den genannten technischen, medizinisch-fachlichen und qualitätssichernden Gründen kann die Leistung ausschließlich durch die Firma Roche Diagnostics Deutschland GmbH erbracht werden. Ein Anbieterwechsel würde zu unverhältnismäßigen technischen Schwierigkeiten, erheblichen Zusatzaufwendungen sowie Risiken für die Aufrechterhaltung der diagnostischen Versorgung führen und ist daher nicht sachgerecht.

Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)

Besondere Methoden und Instrumente im Vergabeverfahren

Angaben zur Rahmenvereinbarung

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Angaben zum dynamischen Beschaffungssystem

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Strategische Auftragsvergabe

Strategische Auftragsvergabe

Sonstiges / Weitere Angaben

Einlegung von Rechtsbehelfen

Ein Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens ist entsprechend § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit 1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.

Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Zusätzliche Informationen

Der Auftraggeber behält sich eine Aufhebung des Vergabeverfahrens gem. der in § 63 Abs. 1 VgV aufgeführten Gründe vor. Für den Fall, dass das Vergabeverfahren aufgehoben wird, ist der Auftraggeber weder zur Zahlung einer Aufwandsentschädigung, noch zur Zahlung von Schadensersatz - soweit rechtlich zulässig - verpflichtet.

Ergebnis

Angaben zum Auftrag

Angaben zur Rahmenvereinbarung

EUR
EUR

Vertrag

Allgemeine Angaben

Allgemeine Angaben

2026-221
Leistungsvertrag Pathologie Analysesystem/Service/Reagenz
Bezuschlagte Wirtschaftsteilnehmer

Name und Anschrift des Hauptauftragnehmers

Roche
DE197246205
Großunternehmen
Sandhofer Straße 116
68305
Mannheim
Deutschland
DE126
Nein
Deutschland
Vergabe von Unteraufträgen

Vergabe von Unteraufträgen

Nein
Angaben zum Auftrag

Informationen zum Vertragsabschluss

Angaben zum Wert des Auftrags

EUR

Angaben zum Angebot

V090915